Man wächst an seinen Aufgaben

So langsam komme ich an den Punkt, neue Dinge für Theo besorgen zu müssen. Dafür müssen Entscheidungen getroffen werden. Das ist nicht immer einfach, vor allem, wenn man sich mit diversen Dingen bisher noch nie beschäftigt hat und der Markt so überlaufen ist von Angeboten, die Dir alle suggerieren, sie seien super gut und einfach wunderbar für Dich und Dein Kind. Ich möchte nun also gern die Gelegenheit nutzen und mit Euch meine Erfahrungen teilen. Ich freue mich dabei auch über mehr Tipps oder Erfahrungen von Euch, sofern Ihr diese mit mir teilen wollt.

„Jetzt erst besorgt Ihr neue Dinge? Er ist doch schon fast 7 Monate alt!!“, ruft die Stimme aus dem Off.

Ja, ich hätte es mir vorher nicht in dem Ausmaß vorstellen können, aber man bekommt zur Geburt wirklich unglaublich viel geschenkt, überlassen oder zur Verfügung gestellt. Da muss man sich einfach gefühlt um nix kümmern. Das kam uns als Neu-Eltern eindeutig entgegen, denn man hat so schon erstmal zu tun, sich mit der neuen Aufgabe anzufreunden bzw. in diese reinzuwachsen. Müsste man dann noch (sinnvolle) Neuanschaffungen vornehmen, kann das schnell in Überforderung oder massenhaften Anschaffungen enden, die kein Mensch am Ende wirklich braucht. Wie dem auch sei, nun ist es soweit und wir probieren uns ein Stück aus mit unseren Errungenschaften.

Eine besondere Herausforderung dabei war der Kindersitz. Besonders, weil sie sich besonders schnell wieder zerschlagen hat. Wir haben selbst kein eigenes Auto und bekamen auch unseren Maxi Cosi von einer Freundin preisgünstig überlassen. Es handelt sich um ein älteres Modell, aber so selten wie wir fahren, reicht das vollkommen aus. Wir sind uns einig, dass wir einen neuen Sitz kaufen, sofern wir regelmäßig fahren würden. Nun haben wir unwissenden Menschen eines der letzten Wochenenden gedacht, dass der Sitz viel zu klein geworden ist und wir uns nun schnell etwas einfallen lassen müssen, da wir noch zwei Ausflüge für diesen Monat gelant hatten. Ich selbst muss zu meiner Verteidigung sagen, dass es in meiner Familie nie Kindersitze gab. Ich selbst war schon zu groß, als die Dinger in Deutschland verpflichtend wurden und meine Geschwister sind älter. Demnach sind wir damit nie in Verührung gekommen. Nun lernen wir dies alles neu mit unserem Kind, ist ja auch nicht schlecht. Und ich denke es hat sich in den letzten 25 Jahren einiges getan auf dem Markt. Wie ich nun also in der Beratung im Leipzig im Laden stand, sah mich die Verkäuferin ganz ungläubig an. Sie blickte verdattert auf den schmächtigen Theo, wieder zurück zu mir und nochmal blinzelnd auf Theo und sagte schließlich, sie könne sich nicht vorstellen, dass unser schlankes Kind nicht mehr in die Babyschale passt. Und doch gab sie mir eine umfasende Beratung bezogen auf eine mögliche Alternative. Unsicher und doch mit einer guten Alernative im Schlepptau ging ich Heim und rief meine Freundin an, die uns das gute Stück vermacht hat. Sie bestätigte, dass ihr Fratz 1 Jahr diese Schale nutzte und man Kinder bis 13kg damit transportieren kann. Wir waren also bloß zu dämlich ihn ordentlich zu positionieren. Egal, dass die Füße drüber hängen. Raus mit der Sitzverkleinerung (denn so klein ist Theo nun auch nicht mehr). Er muss den untersten Teil der Stütze nicht unter dem Pops haben. Alles Infos, die uns so nicht klar waren. Man lernt nie aus, der Geldbeutel bleibt noch verschont und das Thema ist kurz nochmal ad acta gelegt worden.

Eine andere Baustelle war das Finden und Nutzen einer für uns passenden Trage. Auch hier wurden wir vorab beschenkt mit nicht mehr genutzten Exemplaren. Wir hatten also bereits eine Sling der Marke Manduca zu Hause sowie eine ErgoBaby, welche ich einer Freundin günstig abgekauft hatte. Eine Sling ist ein elastisches Tuch, welches sich gut an die Körperform anpasst, den Rücken schön rundet und das Würmchen ordentlich einpackt. Viele Wochen hat uns dieses Tuch begleitet und nach dem Lernen der Wickeltechnik ging es auch stets besser mit dem Anlegen. Auf Anraten meiner Hebamme nahm ich ganz am Anfang eine Beratung in Anspruch. Sie meinte, dass jedes Baby andere Bedürfnisse habe, ebenso wie jede Mutter. Und um die perfekte Kombination für beide zu finden, empfiehlt sie gern Trageberatungen, um im Rahmen dessen diverse Möglichkeiten Des Tragens ausprobieren und die für sich beste Option finden zu können.DSC_0005 Und da ich keine Ahnung hatte, worauf ich achten muss beim Tragen, bin ich diesem Rat gefolgt und habe eine Frau zu mir nach Hause kommen lassen. Für mich war insbesondere wichtig zu berücksihtigen, dass Theo zu früh zur Welt kam und demnach noch zarter war, als Babies zu Beginn eh schon sind. Ich hatte leider auch dei Fehlinformation meiner Hebamme bekommen, ich solle noch etwas warten mit dem Tragen, da er zu früh und zu klein sei. Die Trageberaterin klärte mich dann auf, dass gerade Frühchen beim Tragen direkt von Anfang an die verpasste „Bauch-Zeit“ durch ganz viel Körperkontakt nachholen können. Im Nachhinein schade, dass auch diese Information so falsch an uns vermittelt wurde, denn wir hätten so viel Tragen und Kuscheln können. Aber nun gut, wir haben es nachgeholt.

Die Trageberaterin hat mir unter anderem gezeigt, wie ich die Sling am besten binden kann. Das hat mir sehr geholfen und für den zarten Theo und mich war dies anfangs die beste Variante. Aufgrund des elastischen Stoffs konnte er gut rein rutschen und saß ebenso fest auf meinem Bauch eingekuschelt. Solange Theo noch ruhig an mir dran  blieb, war die Sling super praktisch für uns. Mit der Zeit zappelte er immer mehr und wehrte sich gegen das Einwickeln, sodass ihn richtig zu positionieren mehr und mehr eine Herausforderung für uns beide wurde. Ebenso für Sergio, denn auch er empfand das Tragen am Bauch als sehr angenehm und kämpfte gegen den zappelnden Theo. Haben wir es dann einmal geschafft, ihn ordentlich zu binden, so wurde im Laufe der Zeit die Konstruktion durch seine Bewegungen zerstört. Ich habe gelernt, dass gerade die gehockte Position im Tuch für die Hüfte der Babies wichtig ist. Mit zunehmenden img_20180423_134042_3681418824281.jpgBewegungen rutschte jedoch ein Bein stets raus und hing lang nach unten getreckt im Tuch, während das andere nach wie vor angewinkelt war. Somit konnte ich diese Variante nicht mehr nutzen, die ErgoBaby aber aufgrund der Breite auch noch nicht. Anstatt diese unten etwas enger zu schnüren entschied ich mich nach einem Anfall von Kaufwahn dazu, einfach eine andere Trage zu besorgen. Ich entschied mich für die Marke JonoBaby aus Potsdam und mir gefiel das einfache Anlegen und Positionieren des Krabbelkäfers in der Babysize-Größe. Aller Kampf war im Nu vorbei und Theo saß dauerhaft so, wie er sitzen sollte.

Etwas, worauf ich mich schon in der Schwangerschaft gefreut habe, war die Nutzung eines Fahrradanhängers. Wir beide fahren viel und gern Fahrrad und möchten auch troz dessen, dass Theo noch nicht selbst fahren kann, nicht damit aufhören und vollends auf öffentliche Verkehrsmittel  umsteigen. Zu Beginn und im Winter war das eine super Alternative. Nun mit immer besser werdendem Wetter macht jedoch Radfahren ganz besonders viel Spaß. Noch in Potsdam kauften wir uns Fahrradhelme, denn wir beide sind der Meinung, dass wir es schwierig finden, unseren Sohn dazu zu bringen, einen zu nutzen und selbst ohne zu fahren. Es ist eindeutig eine Umstellung, aber es erfüllt seinen Zweck. Wir haben uns also auf unseren Umzug und den herannahendenimg_20180710_155744_898729897662.jpg Sommer gefreut und uns den zu den Helmen passenden Fahrradahänger dazu gekauft. Man kann ja wirklich arm werden bei so einem Neukauf. Deswegen dachten wir, wir suchen einen gebrauchten Anhänger. Da diese aber auch in gutem Zustand schonmal 350 Euro kosten können, haben wir die preiswertere Marke qeridoo gewählt und für den neuen Anhänger Sportrex 1 schlussendlich beinah genauso viel bezahlt. Als das gute Stück endlich da war, hieß es, so img_20180710_161403_7112118188766.jpgschnell wie möglich einen Ausflug zu machen. Beim ersten Mal hat es Theo auch noch gut gefallen, doch am letzten Wochenende hat er so furchtbar geweint, dass ich ständig anhalten musste und schlussendlich doppelt so lang brauchte wie geplant. Einen Tag später musst ich sogar mein Rad im Zentrum stehen lassen und mit ihm mit der Bahn zurück gefahren. Es war unmöglich ihn nochmal in den Wagen zu setzen. Sergio und ich waren richtig verzweifelt und sahen unseren Traum, mit dem Rad so mobil zu sein wie vorher, dahin schwinden. Wir wollten jedoch nicht aufgeben und überlegten weiter, warum er so ein Theater gemacht haben könnte. Was am Ende funktionierte war, dass wir das Verdeck nicht schlossen, sondern gegen die Sonne ein Tuch davor hingen. Ich erinnere mich, dass man mir mal sagte, man solle das Verdeck stets geschlossen halten, weil kleine Steinchen in den Wagen fliegen könnten. Jedoch wird es in dem Ding so heiß, dass ich an Theos Stelle vermutlich auch aus voller Kehle geschrien hätte. Mit dem bunten Tuch als Sonnenschutz schufen wir gleichzeit Ablenkung, denn es wackelte durch den Fahrtwind hin un her. Dieses Schauspiel direkt vor seinem Gesicht war sicherlich schön anzusehen. Dazu noch sein liebstes Kuscheltier Klaus in der Hand und die Welt schien wieder in Ordnung. Klaus sollte ihm in den schweren Zeiten des allein-im-Wagen-Sitzens beistehen und ihn trösten. Es hat gut funktioniert und so konnten wir am Sonntag schließlich unseren ersten, lang ersehnten Ausflug als Familie an den See machen. Der Sommer macht es einem auch wirklich leicht viel dort zu sein.

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Vorbereitung ist alles: Wie plane ich meine Reise in Familie?

Langsam kehrt etwas Ruhe bei uns ein. Die letzten Handgriffe, um unsere neue Wohnung für uns so richtig perfekt zu machen, fehlen noch. Aber es ist beinah alles an seinem Platz und wir sind bereit Besuch zu empfangen. Damit ist es langsam an der Zeit unseren herannahenden Urlaub zu planen. Die grundlegenden Vorbereitungen sind bisher schon gelaufen: wir haben den Zeitpunkt für die Reise festgelegt und die Tickets gebucht. Ich habe hier mal in paar grundlegende Fragen gesammelt, die man sich bei jeder Reise stellen muss, besonders dann, wenn Kinder dabei sind.

Wie entscheidet man sich für einen Zeitraum?

Da wir weder an Schulzeiten noch Urlaubstage gebunden sind, war für uns dabei eines klar: wir legen den genauen Reisezeitraum in Abhängigkeit vom Preis fest. Irgendwann im März – nachts beim Stillen – habe ich die Flugpreise gesehen und bin fast ohnmächtig geworden. Es war sooo billig, dass wir dringend buchen mussten. Ich habe aufgeregt Sergio angestupst, welcher ja nur im Halbschlaf realisierte, was ich ihm sagen wollte. Am nächsten Morgen sagte er zu mir: „Ich habe heute Nacht geträumt, Du hast unsere Flugtickets gekauft!“ So viel ist also von meiner unglaublichen Entdeckung hängen geblieben: ich hatte Tickets für 400 Euro pro Person gefunden (hin und zurück zusammen!!)… Nunja, unser Plan war, Theos Geburtstag in Chile zu feiern. Da der geplante Entbindungstermin Ende Januar war, wollten wir entspannt Weihnachten dort verbringen, anschließend nach Silvester etwas reisen und zum Geburtstag zurück bei den Schwiegereltern eintrudeln, um mit ihnen gemeinsam den ersten Geburtstag zu feiern. Schlussendlich kam alles anders. Der junge Mann ist 6 Wochen eher zur Welt gekommen und wir feiern den ersten Geburtstag demnach mal eben eine Woche vor Weihnachten. Somit mussten wir unseren Reisezeitraum etwas abändern. Mit so viel Flexibilität kann man schlussendlich frei entscheiden und schauen, wann die Reise besonders günstig ist.

Wie reist man am besten mit Baby?

Diese Frage kann in unserem Fall dieses Mal schnell beantwortet werden: wir fliegen. Da unser Hauptziel definitiv Chile sein wird, fallen Reiseoptionen mit dem Auto und dem Schiff weg. Das eine, weil es keinen Sinn machen würde und das andere, weil es zu lang dauert. Da meine Schwiegereltern in Chile leben und wir diese besuchen wollen, bleibt uns also nur der Langstreckenflug mit Baby übrig.

Bei so einem langen Flug muss man sich überlegen, ob man einen Sitz für das Kind mitbucht oder nicht. Da Theo bei Hin- und Rückreise knapp ein Jahr alt sein wird, kann man, reist er auf dem Schoss mit, das Geld für ihn als Passagier einsparen. Man muss sich nur genau überlgen, ob man das möchte. Ich habe in den letzten Tagen mal etwas auf der Seite kidsaway.de gelesen. Dort gibt es einige Beiträge zum Them Flugreisen udn sie verweisen auch darauf, dass man mit Kindern sicherer fliegt, bucht man einen extra Sitz und bringt den Maxi Cosi oder ähnliches mit. Klar sitzt jedes Kind darin sicherer und fester als auf dem Schoss der Eltern. Und doch haben wir uns entschieden, dass wir dieses Mal den billigeren, aber nicht besseren Weg nehmen. Wir fliegen ziemlich lang (nämlich mindestens 18 Stunden) und sich dabei Tag und Nacht einen unbequemen Sitz zu teilen, ist nicht gerade einladend. (An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass selbst Langstreckenflüge nicht viel bequemer und größer sind in ihrer Ausstattung, als eine Maschine von RyanAir!)

Wie macht man das also, dass das Kind auf diese Art und Weise mitreist? Wir haben die Tickets für uns beide gekauft und angegeben, dass wir mit Baby reisen. Anschließend haben wir bei der Fluggesellschaft angerufen (in unserem Fall AirFrance) und ihn direkt angemeldet. Sie haben uns etwa 40 Euro vom Konto abgezogen und schon darf er mitreisen. Des Weiteren haben wir beschlossen, dass wir ein Bettchen buchen möchten. Für den Fall, dass Theo dies annimmt, kann er auf den jeweiligen langen Strecken zwischen Santiago de Chile und Paris in einem Bettchen liegen, welches vor uns in der Wand eingehakt wird. Auch hier verweisen kidsaway.de darauf, dass man bei einzelnen Turbulenzen das Kind stets aus dem Bett nehmen und festhalten müsste. Auf einem eigenen Sitz angeschnallt wäre dies nicht unbedingt nötig, wobei ich mir vorstellen kann, dass die Kids bei starken Turbulenzen auch ungern auf ihrem Platz sitzen bleiben wollen. Ein weiterer Contra-Punkt ist, dass manchmal kurz vor Abreise die Plätze nochmal anders verteilt werden und wir aufgrund irgendeines Notfalls doch nicht die Stelle mit dem Bettchen bekommen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist da und wir probieren das mal auf – um am Ende hier davon zu berichten 🙂

Was muss man auf Reisen beachten?

Wir haben vorher lang hin und her überlegt. Ich war, nachdem ich 1 Jahr in Chile gelebt habe, bereits noch zwei weitere Male dort. Und ich weiß, dass ich auch in Zukunft noch sehr oft dort sein werde. Demnach ist mir immer wieder wichtig, dass ich auch noch andere Länder kennenlernen kann. Beim letzen Mal sind wir auf dem Rückweg in Sao Paulo ausgestiegen und haben ein paar wundervolle Tage auf Ilhabela verbracht. Einfach herrlich. Dieses Mal mit Theo gemeinsam etwas zu finden war gar nicht so einfach. Die umliegenden Länder sind durch die Anden sehr hoch gelegen oder im Falle von Argentinien für Sergio durchaus uninteressant. Wir haben hin und her überlegt, wie wir es machen können: Peru oder Ecuador? Wäre Bolivien eine Option? Kolumbien ist zu weit weg und damit zu teuer für einen Trip dorthin. Alle anderen Länder sind ebenso nur teuer zu erreichen. Beim Check der Flugpreise kam letztendlich nur Peru in Frage, um die Urlaubskasse nicht unnötig zu belasten. Bei Höhenmetern von über 2000m und der Regenzeit bei unserer Abwesenheit macht es das jedoch nicht unbedingt attraktiv. Oft haben wir gelesen, dass Babies und Kleinkinder die Höhe gut vertragen. Wir wissen jedoch, dass Sergio das nicht tut. In Bolivien 2013 ging es ihm eine Nacht so schlecht, dass ich drauf und dran war, den Notarzt zu rufen. Sofern es also einem von uns nicht gut geht, wollte ich gern selbständig sein und umkehren können, wenn es nicht geht. Das klappt aber nicht, wenn man mit einem Reisebus unterwegs ist. Da die Flüge am günstigsten sind, würden wir in den Norden Chiles fliegen und dann mit dem Auto übersetzen, zogen wir auch diese Variante in Betracht. Doch keine Autovermietung erlaubt, dass man mit chilenischem Kennzeichen nach Peru, Bolivien oder einem anderen Land fährt. Auch der Gedanke nach Bolivien zu fliegen und insbesondere das Paradies „isla del sol“ zu besuchen, wurde von uns wieder verworfen, da wir hätten Campingausrüstung mitbringen müssen. Wir reisen so schon mit ausreichend Gepäck für die Zeit, sodass wir darauf gern verzichten wollten.

Wie rum wir es auch drehten, es sah schlecht aus, dass sich mein Wunsch nach dem Kennenlernen eines anderen Landes, erfüllen würde. Nun haben wir uns so geeinigt, dass wir in Chile mit dem Auto unterwegs sein werden und ein paar Tage von der südlichsten Stadt aus rüber fahren nach Argentinien und dort in Feuerland unterwegs sind. Darauf freue ich mich ganz besonders, denn als ich Bilder von dort gesehen habe, war ich sofort interessiert. Nun müssen wir zu unserer Sommergarderobe also noch dicke Jacken packen, denn dort kann es richtig kalt werden. Aber da wir hier im Winter starten und landen, sind wir eh gut ausgestattet.

Was gehört in die Reisetasche bzw. was haben wir bisher?

Zu allererst ein Reisepass. Und das für uns alle drei. Ich habe nachgelesen und gelernt, dass man für Reisen in die USA auch für Kinder einen normalen Reisepass benötigt. Sonst ist ein Kinderreisepass ausreichend. Sofern man über die USA nach Chile fliegt, sind zwar die Flüge billiger, aber die Abfertigung ist anstrengender, bis man endlich weiterreisen darf. Demnach haben wir nie den Weg über Nordamerika gewählt, sondern stets mit Zwischenlandung in Europa und/oder Brasilien. Am meisten lächel ich heute noch über das biometrische Passbild, welches von meinem 6 Monate alten Sohn gemacht wurde. Dieses haftet nun in einem Kinderreisepass (der übrigens direkt ausgestellt und mir nach dem Bezahlen von 13 Euro sofort überreicht wurde) für die nächsten 6 Jahre. Am Rande sei hier erwähnt, dass wir beim Buchen der Übersee-Flüge nicht nach irgendwelchen Passdaten gefragt wurden. Als wir jedoch einen Inlandsflug buchen wollten, hingen wir an der Eingabe von Theos Passdaten fest. Den hatten wir nämlich noch nicht beantragt und konnten folglich nicht buchen.

Wechselkleidung. Da wir bei den Schwiegereltern stets einen festen Hafen haben, können wir auch entspannt Wäsche waschen. Wir müssen also nicht so unglaublich viel mitnehmen.

Theoretisch sollte man an Kinderwagen, Kindersitz und Trage denken. Wir lassen die ersten beiden daheim, da auch hier unsere Kontakte in Chile aushelfen und wir beides geliehen bekommen für die Zeit.

Hausapotheke. Was da alles reingehört bespreche ich dann nochmal mit dem Kinderarzt. Für uns Erwachsene nehme ich nie etwas spezielles mit. Wenn ich jetzt mit Theo weg fahre, dann habe ich stets z.B. Kümmelzäpfchen, Fieberzäpfchen, seine Zahnkügelchen, Nasenspray und Bäuchlein-Öl dabei. Ich habe noch nie etwas davon gebraucht, war aber vergangenes Wochenende bei 30 Grad im Schatten und einer Vollsperrung auf der Autobahn beruhigt, dass wir mit Hilfe von Feuchttüchern den glühenden Kopf etwas runterkühlen konnten.

An dieser Stelle setze ich erstmal einen Punkt. Wir haben noch etwas Zeit, bis es dann wirklich richtig losgeht und diese können wir gut für die Vorbereitungen nutzen. Als nächstes steht an, dass ich mir einen neuen Koffer oder Rucksack zulege.